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Tesla

Der Mythos Tesla

| 5. Juli 2018

Über kurz oder lang scheint die Ära der Verbrennungsmotoren zumindest in Europa, den USA und China zu Ende zu gehen. Viele Länder Europas haben sich unterschiedliche ambitionierte Ziele gesetzt, dass innerhalb der nächsten 20 bis 40 Jahre sukzessive nur noch Elektroautos zugelassen werden sollen. Ein ambitioniertes Ziel, aber auch ein großer Schritt auf internationaler Ebene in Richtung eines saubereren Straßenverkehrs und eines bewussteren Umweltschutzes.

Tesla

Das Angebot an Elektroautos ist in den letzten Jahren explodiert. Während es in der Anfangszeit nur eine geringe Auswahl gab, bieten nun viele Automobilhersteller Modelle an, die nur auf die Energie aus der Batterie setzen. Vorreiter bleibt der Hersteller Tesla mit Sitz in Palo Alto in den USA. Mit dem Ziel, den Übergang zu nachhaltiger Energie bedeutend zu beschleunigen, beschäftigt sich die Firma seit ihrer Gründung im Jahr 2003 mit dem Betrieb von Automobilen durch Lithium-Ionen-Akkus, wie man sie auch in Laptops findet.

Da Tesla nicht nur bei der Technologie sehr erfolgreich ist, sondern auch bzgl. Design und Beschleunigung neue Standards in der E-Mobility setzt, entstand schnell ein Hype um die Marke. Besonders das Modell S, das erste selbstproduzierte Fahrzeug von Tesla, wurde zur begehrten Sportlimousine. Mittlerweile sind auch zwei weitere Modelle auf dem Markt verfügbar, das Crossover-SUV Modell X sowie das neue Mittelklasse-Einsteiger-Mobil Modell 3.

Elektroautos für alle

Die Geschichte der Firma geht zurück auf zwei Teams von Funktionären in den USA, unter ihnen Paypal- und Space-X-Gründer Elon Musk. Sie wollten den Elektromotor in Autos der Zukunft profitabel und massentauglich machen. In der Anfangszeit kooperierte Tesla mit dem Autobauer Lotus bis sie in der Lage waren, die Massenproduktion aus eigener Kraft zu stemmen. Das Unternehmen, welches Mitte September 2017 kurzzeitig der wertvollste Autobauer der USA war, hat trotzdem immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen und das Ziel, den Konzern dauerhaft profitabel zu machen, konnte bisher noch nicht erreicht werden. Tesla ist dabei von vielen unterschiedlichen privaten Investoren abhängig.

Nicht nur Umweltschützer und Unternehmensfreunde, sondern auch viele Berühmtheiten fahren mittlerweile einen Tesla, darunter große Namen wie Musiker Will.i.am und Shakira, Poker-Legende Daniel Negreanu und Schauspieler Leonardo DiCaprio. Eines haben Tesla-Fahrer aber fast immer gemeinsam: Sie schwärmen über die Qualität, Verarbeitung und die Leistung des elektronischen Fahrzeugs. So fungieren immer wieder Prominente als Influencer für die Marke.

Modell 3 Hype

Die Probleme, mit denen Tesla in den letzten Jahren zu kämpfen hat und die die Firma bisher von ihren großen Zielen abhält, sind unter anderem in dem Herzstück des Autos begründet: der Batterie. Als Tesla Ende März 2016 das Einsteiger Modell 3 vorstellte, trafen sie damit regelrecht einen Nerv.

Das bisherige Model S war vielen noch zu teuer und so hatten viele auf ein günstiges Modell des Autobauers gehofft. Vor den Geschäftsstellen von Tesla bildeten sich weltweit lange Schlangen von Kunden, die eines der neuen Modelle vorbestellen wollten und obwohl dies unverbindlich erfolgte und eine Anzahlung von 1.000 US-Dollar, bzw. Euro umfasste, tat dies dem Hype keinen Abbruch: Nach einer Woche lagen 325.000 Bestellungen vor, ein Auftragswert von ca. 14 Milliarden US-Dollar.

Produktionsschwierigkeiten

Unglücklicherweise traten in der Folge zahlreiche Schwierigkeiten in der Produktion auf. Entgegen der Erwartungen im Jahr 2018 eine halbe Million Fahrzeuge bauen zu können, rollten bis Ende 2017 nur knapp 1800 Modelle vom Band. Seit Ende Mai 2018 liegt die tägliche Produktion mittlerweile bei 500 Exemplaren und erste Modelle sind bereits bei den Kunden und in den Ladenlokalen angekommen.

Ein weiteres Problem ist der aufkommende Wettlauf um den Rohstoff Lithium. Lithium ist ein chemisches Element, welches in Gestein vorkommt und weltweit nur begrenzt zur Verfügung steht. Über 70% der Vorkommen des “weißen Goldes” befinden in Argentinien, Bolivien und Chile. Schätzungsweise liegen die Reserven momentan bei ca. 14,5 Millionen Tonnen in Minen und bei insgesamt knapp 45 Millionen Tonnen. Gerade in der Produktion von Batterien für Elektroautos wird viel Lithium benötigt und jetzt, da viele unterschiedliche Automobilhersteller in den Markt von E-Mobility einsteigen und auch der Großteil anderer akkubetriebener Geräte auf Lithium-Ionen-Akkus setzt, steigt die weltweite Nachfrage immer weiter. Ob Tesla es schafft, den Nachschub des Rohstoffes langfristig zu sichern, bleibt bei stetig steigenden Preisen unklar.

Parallel stellt der Konzern weiter neue Modelle vor. Erst Ende 2017 präsentierte Elon Musk nicht nur den Tesla Semi, einen elektrischen Sattelzug, sondern auch eine Überarbeitung des ursprünglich ersten Teslas: den Roadster. Beide Modelle sollen 2020 auf den Markt kommen – so zumindest der bisherige Plan. Die Zukunft ist klar auf die Elektromobilität ausgerichtet und Hersteller wie Tesla zeigen der ganzen Automobilbranche, dass Elektroautos auch im Luxussegment durchaus ihren Platz haben.

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